Höhenausgleichsprisma

Vertikale Höhendifferenz bei Anisometropie nach der Prentice-Regel – aus der Verordnung beider Augen und der Blicksenkung in der Nähe.

Rechtes Auge

Linkes Auge

Blicksenkung

Prentice-Regel, vertikale Wirkung = Sphäre + Zylinder · cos²(Achse). Leere Zylinder-/ Achsenfelder = 0. Ergebnis auf 0,25 dpt bzw. 0,1 Δ gerundet; ersetzt keine fachliche Prüfung.

Höhenausgleich – kurz erklärt.

Was ist ein Höhenausgleichsprisma?

Bei Anisometropie (ungleiche Korrektion beider Augen) entsteht beim Blick durch die Nähe – also unterhalb der optischen Mitte – nach der Prentice-Regel eine unterschiedliche vertikale prismatische Wirkung je Auge. Die Differenz ist die vertikale Höhendifferenz, die ausgeglichen werden kann.

Wie wird gerechnet?

Nach Prentice: prismatische Wirkung (Δ) = Dezentration (cm) × Wirkung (dpt) im vertikalen Meridian. Die vertikale Wirkung je Auge ergibt sich aus Sphäre + Zylinder · cos²(Achse). Die Höhendifferenz ist der Betrag der Differenz beider Augen.

Welches Auge bekommt Basis oben?

Bei Blicksenkung wirkt ein Minusglas wie Basis oben, ein Plusglas wie Basis unten. Das stärker minus-korrigierte (bzw. weniger plus-korrigierte) Auge erhält relativ Basis oben. Ob und wie ausgeglichen wird, entscheidet der Augenoptiker im Einzelfall.